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Janßen: "Das wird noch ein großes Plus sein"

Nach der offiziellen Pressekonferenz stellte sich Trainer Olaf Janßen am Montag nach dem 1:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg zusätzlichen Fragen der mitgereisten Hamburger Journalisten. Dabei ging er näher auf das vermeintliche Quäntchen Glück ein und erklärte, was schon gut lief und an welchen Schrauben noch gedreht werden muss.

Er war eine echte Energieleistung, die unseren Kiezkickern am Montagabend beim 1. FC Nürnberg den wichtigen Sieg bescherte und das Team auf den fünften Tabellenplatz klettern ließ. Trainer Olaf Janßen sah dabei nicht nur alles positiv: „Man muss natürlich sehen, dass wir neun Ausfälle zu verkraften hatten. Ich bin trotzdem unzufrieden, dass wir den Ball am Anfang zu oft einfach hergeschenkt haben, obwohl wir das Spiel eigentlich sehr gut kontrolliert hatten. Da haben wir so viele Optionen nach vorne zu kommen einfach liegen gelassen. Und das tut natürlich weh.“ Wenig später konnte der Coach aber wieder lächeln: „Was dann natürlich sensationell war, war die Reaktion darauf. Normalerweise zieht dich sowas brutal runter, aber die Jungs haben zu keiner Sekunde aufgegeben und alles reingeworfen. Das war ein Spiel, durch das man sich durchquälen muss. Und das haben wir getan.“

Auf die Nachfrage, ob im Vergleich zur letzten Saison endlich das Glück zum FC St. Pauli zurückgekehrt sei, erklärte Janßen: „Wenn man ganz ehrlich ist, glaube ich nicht, dass es letzte Saison viel Pech war. Da haben wir meistens zurecht verloren. Dass wir das umgedreht haben, hat wenig mit Glück zu tun, sondern mit Arbeit, Glaube und Teamgeist. Wenn wir heute nicht unser Herz auf dem Platz gelassen hätten, dann hätten wir dieses Glück auch nicht gehabt und sicher als Verlierer den Platz verlassen. So aber belohnt einen das Spiel.“

Das goldene Tor gelang Waldemar Sobota nach einem langen Schlag von Robin Himmelmann. Entscheidend dabei war Sobotas Sprint in die Tiefe. „Wir arbeiten daran, den Jungs klarzumachen, dass nur aus einem tiefen Laufweg gegen die Kette ein Tor entstehen kann. Auch wenn es mal umsonst ist, muss die Viererkette reagieren. Dadurch reißen wir Lücken“, erklärte Janßen. „Wir sterben in Schönheit, wenn wir den Ball super zirkulieren zu lassen, aber keiner den Laufweg Richtung Tor sucht.“ Das 1:0 war dabei wieder kein Stürmertor, was Janßen aber keine Sorgen bereitete: „Wenn ich sehe, wie Sami Allagui heute gearbeitet hat, nicht aufgegeben hat, dann kann ich ihm absolut keinen Vorwurf machen. Die Jungs werden sich da vorne belohnen.“

Zum Spiel selber und welche Schlüsse im Hinblick auf die anstehende Englische Woche daraus zu ziehen sind, sagte Janßen abschließend: „Die wichtigste Sekunde im Fußball ist der Ballverlust oder Ballgewinn, darauf müssen alle elf reagieren. Und das haben wir getan“, so der Coach, der hinzufügte: „Wenn du da wackelst, brennt es lichterloh. Das ist das Beste, was wir aus diesem Spiel ziehen: Zu sehen, dass das gut funktioniert. Das wird noch ein großes Plus sein für uns sein.“

 

(jb)

Fotos: Witters

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