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"Die komplexe taktische Arbeit wird im Vordergrund stehen"

Nach sechs Einheiten in Hamburg setzen unsere Kiezkicker ihre Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte ab Donnerstag (10.1.) im spanischen Oliva fort. Vor der Abreise blickte Cheftrainer Markus Kauczinski auf das achttägige Trainingslager voraus und sprach nach der letzten Einheit in Hamburg über...

...die personelle Situation:
Svend Brodersen wird mitfahren. Wann er ins Training einsteigen wird, müssen wir abwarten. Jeremy Dudziak hat wieder normal trainiert, Richard Neudecker konnte sein Pensum steigern. Beide werden zu Beginn des Trainingslagers einsatzfähig sein. Robin Himmelmann hat Hüftprobleme, da müssen wir auch sehen, wann er mitmachen kann. Vorsichtshalber nehmen wir Nachwuchstorwart Leon Schmidt mit.

...die Trainingsinhalte:
Die komplexe taktische Arbeit wird im Vordergrund stehen. Wir werden verschiedene Dinge ausprobieren, dabei vor allem auch im taktischen Bereich und am Spielsystem arbeiten. Ob mit einem oder zwei Stürmern oder im 4-1-4-1, wie wir es in der zweiten Halbzeit gegen Magdeburg gespielt haben. Das wird für bestimmte Momente ein Thema sein, um während eines Spiels schneller umswitchen zu können. Wir wollen flexibel sein, um während einer Partie schnell reagieren zu können.

...den Fokus in den Testspielen:
Wir haben die vergangenen Tage bereits genutzt und taktisch trainiert. Anlaufen, Defensivarbeit, Zweikampfverhalten und Abstände zwischen den Mannschaftsteilen werden Themen sein.

...mögliche Teambuilding-Maßnahmen:
Wir sind ein gutes Team, da müssen wir nicht extra etwas Aufgesetztes für den Zusammenhalt machen. Wir werden schauen, was sich ergibt, und entscheiden dann. Es wird zwei freie Nachmittage geben, einen am dritten Tag. Da spielt Valencia gegen Valladolid. Für das Spiel könnten wir Karten bekommen.

...den Konkurrenzkampf im Allgemeinen:
Die Jungs müssen sich immer beweisen, es ist relativ offen. Jeder Spieler hat die Gelegenheit, sich zu zeigen. Jungs wie Christopher Avevor und Marvin Knoll waren in der Hinrunde Eckpfeiler. Man hat gemerkt, wenn sie nicht gespielt haben. Ich werde aber darauf achten, dass auch sie ihre Leistungen bringen.

...den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten:
Wir haben genügend Spiele und die Zeiten der Testspiele auf zwei Mal 60 Minuten hochgesetzt, damit alle die Chance haben, sich zu zeigen. Robin Himmelmann, der eine gute Hinrunde gespielt, sich in den letzten Spielen noch mal gesteigert hat und den ich zu den Leistungsträgern zähle, tritt deutlich hervor, aber auch er muss sich wieder zeigen und sich beweisen.

...den Konkurrenzkampf im defensiven Mittelfeld:
Den sehe ich gut. Ich freue mich, dass wir so viele gute Jungs haben, dass man variieren kann. Im Laufe der Saison hat man gesehen, dass wir jeden gebraucht haben. Wir haben viele Varianten und Möglichkeiten.

...über Psychologin Frauke Wilhelm:
Die erste Zeit mit ihr ist erst einmal eine Kennenlernphase. Sie war bei Hannover 96 sowohl im Jugend- als auch Seniorenbereich tätig und hat mit Markus Gellhaus zusammengearbeitet. Er hat sehr positiv berichtet. Ich habe generell positive Erfahrungen in der Vergangenheit damit gemacht. Ich glaube nicht, dass sich ein Spieler zu 100 Prozent einem Trainer anvertraut und sich öffnet, weil ich die Leistung bewerte und über die Aufstellung entscheide. Einen anderen Blick auf die Mannschaft und den Einzelnen zu haben und da helfen zu können, wo wir nicht helfen können. Das ist das, was wir uns davon erhoffen. Kurzfristige Effekte und Erfolge erwarte ich aber nicht, es ist eine langfristige Arbeit. Jeder Spieler muss dabei selbst entscheiden, nicht alle sind dafür zugänglich. Frauke wird selbstständig und losgelöst von mir arbeiten, es wird aber auch Schnittmengen geben.

...Alex Meier:
Er ist sehr bescheiden, zurückhaltend und absolut leistungswillig. Er passt sehr gut in die Mannschaft. Vom Leistungsvermögen ist es noch schwer zu überblicken, man sieht aber seine Qualität im Abschluss. Von den Tests erwarte ich viel, um zu sehen, wie wir ihn einsetzen müssen und mit wem er am besten zusammenpasst. Wir wissen um seine Qualität, Alex hat aber längere Zeit nicht gespielt. Die ersten Eindrücke im Training sind positiv. Mal sehen, wie es ist, wenn es richtig zur Sache geht.

...Marc Hornschuh:
Er trainiert und trainiert gut. Gestern hat er aufgrund der Belastung mal pausiert. Horni ist aber schmerzfrei und guter Dinge. Nach der langen Pause muss man ähnlich wie bei Ryo aufpassen und immer mal einen Tag Pause zu machen.

...Cenk Sahin:
Er nimmt Dinge an, versucht alles und bringt sich auch gut ein. Damit bin ich absolut zufrieden. Er hat ordentliche Spiele gemacht, er hat aber Potenzial für mehr. Das versuchen wir gemeinsam rauszuholen. Cenk hat einfach eine hohe Konkurrenz. Die anderen hatten in der Hinrunde die Nase vorne. Cenk muss an Ryo Miyaichi vorbei, er wird besser als Waldemar Sobota sein müssen und dann haben wir noch Mats Møller Dæhli. Es ist ein offenes Rennen.

...weitere Veränderungen im Kader:
Wir halten die Augen und Ohren offen, vielleicht auch schon einen Vorgriff auf den Sommer zu machen. Wir sind jetzt nicht getrieben. Prinzipiell glaube ich, dass wir gut aufgestellt sind. Wir haben einen starken und sehr ausgeglichenen Kader, der uns dahin gebracht hat, wo wir jetzt stehen.

 

(hb)

Fotos: Witters

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