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Kopfballungeheuer Miyaichi: „Das ist auch für mich sehr überraschend“

Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld erzielte Ryo Miyaichi am vergangenen Sonntag (14.4.) sein viertes Saisontor. Sein Treffer sicherte unseren Kiezkicker einen Zähler. Das Besondere an Ryos Treffer aber: Wie bei seinen drei vorangegangenen Treffern gegen Ingolstadt, Fürth und Darmstadt war der offensive Flügelspieler erneut per Kopf erfolgreich.

Seit Ryo Miyaichi im Sommer 2015 vom FC Arsenal ans Millerntor gewechselt ist, spielte der Kopf eine sehr große Rolle. Gleich zwei Mal riss sich der sprintstarke Flügelspieler das Kreuzband – im Juli 2015 im linken Knie, im Juni 2017 dann im rechten Knie. Ein dritter Kreuzbandriss wurde im Mai 2018 befürchtet, bestätigte sich glücklicherweise aber nicht. Dennoch: Vor allem mental hat Miyaichi seit seinem Wechsel zum FCSP viel durchgemacht.

Umso erfreulicher ab, dass sich der Japaner in der laufenden Saison keinen Kopf um irgendeine Verletzung und schon gar nicht um seine Knie machen musste. „Für mich ist es das erste Mal in meiner Profi-Karriere, dass ich eine Saison verletzungsfrei geblieben bin und viele Spiele machen konnte“, freute sich Miyaichi. Den Grundstein für die wiedergewonnene Gesundheit habe er „vor der Saison in der Reha gelegt“ hat. „Sowohl vor als auch nach jedem Training habe ich zudem intensiv daran gearbeitet, dass es so gekommen ist“, fügte Miyaichi hinzu.

Und so kam der Flügelspieler 21 Mal zum Einsatz und dabei gelangen ihm vier Saisontore – alle mit dem Kopf! „Das ist auch für mich sehr überraschend. In einem Pflichtspiel hatte ich in meiner bisherigen Profikarriere bislang noch kein Kopfballtor erzielt, lediglich zu Beginn der Saison im Test beim FSV Frankfurt hatte ich per Kopf getroffen“, so der 26-Jährige, der sich seine Kopfball-Qualitäten nicht antrainiert hat und stattdessen die Vorlagengeber lobte: „Gegen Bielefeld war es ein großartiger Ball von Marvin, die beiden Flanken von Mats gegen Fürth und Darmstadt waren genauso perfekt wie der lange Ball von Ersin gegen Ingolstadt.“

Bei Mats Møller Dæhli bedankte sich Miyaichi gleich zwei Mal für eine perfekte Vorlage - hier bejubeln die beiden Miyaichis Tor beim 2:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth im Dezember.

Bei Mats Møller Dæhli bedankte sich Miyaichi gleich zwei Mal für eine perfekte Vorlage - hier bejubeln die beiden Miyaichis Tor beim 2:0-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth im Dezember.

Warum aber taucht Miyaichi so oft im gegnerischen Strafraum auf? Eigentlich soll der Flügelspieler die Stürmer selbst mit Flanken füttern. Der Japaner erklärt: „Als Flügelspieler ist es auch wichtig, dass du mit in den Strafraum gehst, wenn ein Angriff über die andere Seite läuft. Dann musst du auch da sein, falls der Ball mal länger reinkommt. Ich habe das immer wieder gemacht und freue mich natürlich, dass es einige Male erfolgreich war.“

Mit seinen nunmehr vier Saisontoren hat sich Miyaichi in der internen Torschützenliste hinter Alex Meier und Henk Veerman (je 6 Tore) sowie Christopher Buchtmann (5) auf Platz vier hochgeköpft. Ist teamintern noch mehr drin? „Für mich ist das überhaupt nicht wichtig. Entscheidend ist, dass ich der Mannschaft helfe und wir unsere Spiele gewinnen. Es ist völlig egal, wer die Tore macht. Ich gebe jedes Spiel mein Bestes“, so Miyaichi, der hinzufügt: „Dass ich nichts dagegen habe, wenn mir noch ein oder mehr Tore gelingen, ist logisch.“

Vielleicht ja schon am Sonntag (21.4.), wenn die Kiezkicker beim Tabellennachbarn 1. FC Heidenheim gastieren. Wird beim FCH der Kopf wieder eine Rolle spielen – auch angesichts der grausamen Bilanz von vier Niederlagen bei vier Gastspielen? „Die Statistik kannte ich bislang gar nicht und darüber mache ich mir keinen Kopf. Wir fahren nach Heidenheim, um das Spiel zu gewinnen. Die zweite Halbzeit gegen Bielefeld hat uns Selbstvertrauen gegeben, da haben wir richtig guten Fußball gespielt. Wir müssen das gute Gefühl mitnehmen, dann geht auch in Heidenheim was“, betonte Miyaichi, der vielleicht ja wieder vom Flügel in die Mitte zieht und per Kopf zur Stelle ist...

 

(hb)

Fotos: Witters

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